Die Sorge
Die breiteste Schicht. Hier beginnt die Strecke.
Ganz unten liegt keine Not im engeren Sinn, sondern finanzielle Enge. Hier finden sich Menschen, die ihre Rechnungen noch zahlen, aber genau rechnen müssen. Bei den meisten von ihnen bleibt es dabei. Für einen Teil beginnt hier die Strecke, an deren Ende eine Exekution steht.
Diese Sorge bleibt nicht im Haushalt. In Österreich sagen fast neun von zehn Befragten (Frauen 90, Männer 87 Prozent), dass Geldsorgen ihre psychische Belastung erhöhen. Fast jeder fünfte Mensch in Deutschland liegt wegen finanzieller Sorgen nachts wach. In der Schweiz erleben 38 Prozent ihre finanzielle Lage als schlechter als ein Jahr zuvor. Der häufigste Grund sind die Krankenkassenprämien.
Zur Einordnung: Diese Werte stammen aus unterschiedlichen Befragungen mit unterschiedlichen Fragen. Sie zeigen eine Größenordnung, aber keine Entwicklung über die Zeit, und sie lassen sich nicht miteinander vergleichen. Für die Umrechnung auf eine Belegschaft verwendet dieser Bericht nur den amtlichen Wert von Statistik Austria.
In einem Betrieb mit 140 Beschäftigten
Österreich: rund 51 kommen eher schwer bis sehr schwer mit dem Haushaltseinkommen aus.
Quellen
- Auskommen
- Statistik Austria, „So geht’s uns heute“, Welle 18, Tabellenband IALC_V004, Zeile „Erwerbstätig“ (Summe von drei Antwortkategorien).
- Arbeitsklima
- AK Oberösterreich / IFES / FORESIGHT, Arbeitsklima Index, Presseaussendung 18.09.2025 (Datenbasis 2024; Summe 40 % + 6 %).
- Deutschland
- R+V, „Die Ängste der Deutschen 2026“, 01.10.2026 (Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten); ING Deutschland, Economic & Financial Analysis, 02.03.2026 (Ipsos, Dezember 2025).
- Psychische Belastung AT
- Erste Group / INTEGRAL, Presseaussendung 24.02.2026, n = 812 (Zustimmung zu einer Aussage).
- Schweiz
- Swiss Life, Vorsorge-Panorama Schweiz 2025, Medienmitteilung 27.11.2025.
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